Aus dem Ungarischen von Ernö Zeltner. György Spiró beschreibt in seinen Novellen seine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Alltag in Ungarn. Dieser herausragende Schriftsteller formuliert präzise und unbarmherzig in kurzen Geschichten, zuweilen mit Selbstironie und Sarkasmus, tragische Erinnerungen auch aus seiner eigenen Familie, vor dem Hintergrund der ungebrochenen Kraft der Intoleranz und des Hasses in der ungarischen Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2014
Der Schrecken in diesen Erzählungen des Ungarn György Spiro kommt auf leisen Sohlen, schreibt Andreas Platthaus und meint damit, dass der Autor nie direkt und abschließend von dem Schicksal seiner Familie zu Zeiten des ungarischen Stalinismus zwischen 1949 und 1956 erzählt, sondern bruchstückhaft und so, dass der Leser es selbst vollenden muss. Für Platthaus eine eindringliche Erfahrung und "große Kunst", wie er erklärt. Dass der Autor dabei sachlich präzise schreibt und seine Geschichten durch gemeinsame Momente der ungarischen Historie untereinander verbindet, gefällt Platthaus außerdem. So wird der Band für ihn zu mehr als zu einer prägnanten Prosasammlung - zu einem Erzählkranz, in dem die ungarische Nachkriegsgeschichte aufscheint, zu lesen fast wie ein Roman.
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