Aus dem Englischen von Michael Schulte. Jeder kennt sie, die mütterlichen Ermahnungen und Ratschläge: "Schwimm nicht im Meer, wenn es regnet, / sagte Mutter. Ein Blitz könnte einschlagen, / & dann bist du gelähmt?" " Halt deinen Arm nicht aus dem Fenster, / sagte Mutter. Wenn uns ein anderes Auto überholt, / ist er sofort abgerissen?" Und jeder stöhnt auf, nicht schon wieder! Und hat diese Ratschläge doch für immer verinnerlicht. Zu Mutter(s)sprache verdichtet klingen diese Verse wie Kinderreime, in denen ein leiser Horror mitschwingt, der Witz aber die Oberhand gewinnt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.03.2003
Hal Sirowitz gehört zu den bekanntesten Poeten der New Yorker Szene, informiert Rezensentin Sabine Peters. Sprecherin in seinem neusten Buch ist eine jüdische Mamme, aber eigentlich gehe es um das "Phänomen Mutter" schlechthin. Peters gefällt, wie Sirowitz das Pendeln dieses Phänomens zwischen zwei Extremen auslotet: Ohnmacht und Allmacht. Die Art, wie die "mütterlichen Spitzfindigkeiten, ihre double binds, ihre subtile oder direkte, rohe Druckausübung, ihre absurde Methodik" pointiert herausgearbeitet werden, vermutet Peters, für viele Söhne und Töchter durchaus einen befeienden Effekt haben.
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