Vom Schreiben zwischen Kunst und Handwerk: Der Autor Hanns-Josef Ortheil und der Lektor Klaus Siblewski beleuchten anhand von prominenten Beispielen und eigenen Erfahrungen alle Facetten des kreativen Prozesses: von der ersten poetischen Eingebung über den Entwurf von Schauplätzen und Figuren bis hin zu den Problemen der Bewältigung großer Stoffmenge und den Abschluss des Textes.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.07.2008
Mit Gewinn hat Burkhard Müller diesen Band gelesen, in dem der Autor Hanns-Josef Ortheil und der Lektor Klaus Siblewski den Versuch unternehmen, eine knifflige Frage zu beantworten. Relativ nennt Müller diesen Gewinn, weil er die Schwierigkeiten erahnt. Ein Roman ist ja kein Gedicht. Um so mehr freut sich Müller über die von Ortheil gewählte Form des Vortrags. Das bringt Spannung, Tempo und Humor ins Spiel, erklärt er. Ortheils Werkstattberichte und jene über Kollegen ergänzten einander ganz gut, findet Müller, räumt aber ein, dass der Autor präziser ist, wenn er nicht über seine Arbeit, sondern zum Beispiel über Jean Paul schreibt. Ganz anders empfindet Müller des Lektors Perspektive. Therapeutisch irgendwie. Und Müllers Bewunderung für diesen Berufsstand kennt keine Grenzen, als ihm Siblewski seinen E-Mail-Posteingang und das Gequengel der Autoren vorführt.
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