Eine rhetorische Untersuchung des nationalen Diskurses zwischen Renaissance und Romantik, die ein Stück europäischer Kulturgeschichte als Redegeschichte reinterpretiert. Aus rhetorischen Kategorien, wie Imitation, Decorum, Ethos usw., wird die Nation als Kunstwerk konzipiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2001
Der dänische Autor Hans Carl Finsen, der auf deutsch schreibt, sieht laut Rezensent Johann Schloemann, in der Analyse der Rhetorikgeschichte, die Möglichkeit, die Geschichte der Nation neu zu schreiben. Er widmet sich in seinem Buch der Geschichte der Rhetorik von der Renaissance bis zum frühen 19. Jahrhundert. Die Mängel dieses Buches sieht Schloemann in der etwas zu schematischen Darstellung der Entwicklungslinien und einer teilweisen Vernachlässigung der Forschungsliteratur. Dennoch zeige das Buch dem Leser etwas Wichtiges, wie Schloemann am Ende feststellt, "eine zivilisierte Öffentlichkeit tut gut daran, die von Finsen kontrastierten Redeformen im Gleichgewicht zu halten: Nicht alles darf zur Grundsatzrede, nicht alles zu Wortfetzen werden".
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