Zweihundert Jahre nach Andersens Geburt haben seine Märchen nichts von ihrer Faszination und Magie für Kinder und Erwachsene verloren. Seine Geschichten erzählen von den Gefühlen und Sehnsüchten der Menschen und spiegeln in den Figuren, Charakteren und Gegenständen Liebe und Schmerz unseres Daseins. Die weltliterarischen Wirkungen seiner Texte reichen von Charles Dickens bis Cees Nooteboom. Die reich ausgestattete Ausgabe wird ergänzt durch einführende Texte zu jedem Märchen und durch eine Kurzbiografie.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 25.11.2004
Die Märchen Hans Christian Andersens gehören nicht zu der schlichten Sorte, die Illustratoren zum Ausschmücken und Ausgestalten reizt. Seine Figuren haben schließlich - das weiß Rezensentin Evelyn Finger - keine Märchenprobleme, gegen die ein paar "Zaubertricks" helfen, sondern "ausgewachsene Romanschwierigkeiten". Und wenngleich die Kritikerin überzeugt ist, dass kein Maler so "traurig und rabenschwarz" malen kann wie Andersen schreibt, hat ihr das nun erschienene Märchenbuch mit Illustrationen des britischen Zeichners Joel Stewart gut gefallen. "Sanft" findet sie seine Bilder und Vignetten, die Andersens Geschichten "liebevoll" einrahmen, besonders da, wo das "Komische" im Mittelpunkt steht. Nichts werde "beschönigt", nichts hinzugefügt, und doch finde das "Heitere" und Sonderbare stets Raum in den Illustrationen. Joel Stewarts hat Bilder gemalt, die "dezent und vertrauensvoll" neben Andersens Texten stehen - "wie ein guter Freund", schreibt unsere Rezensentin.
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