Aus dem Dänischen von Norbert reiter. Sarah und ihre Freundinnen spielen in den Schulpausen gerne Stille Post: Die Erste denkt sich etwas aus, flüstert es dem zweiten Mädchen ins Ohr, dieses flüstert es weiter, bis die Letzte in der Runde laut sagt, was sie verstanden hat. Das ist immer sehr lustig. Eines Tages kommt Anna neu in die Klasse, sie ist etwas still und schüchtern. Sarah lädt sie freundlich auf eine Runde Stille Post in die Gruppe ein. Ihre Fröhlichkeit verfliegt im Nu, als sie hört, was Anna ihr ins Ohr flüstert: "Mein Papa schlägt mich." Bis zum Ende der Flüsterrunde wird daraus "Peter trägt mich", und die anderen Mädchen lachen begeistert. Doch Sarah lässt das, was sie gehört hat, keine Ruhe mehr. Wie soll sie sich nur verhalten?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2010
Für Rezensentin Elena Geus stößt das Flüsterspiel in diesem Buch von Morton Dürr viele Türen auf. Einmal wird es Ernst, da klingt das Thema der häuslichen Gewalt und der Angst an. Dann aber geht es darum, was es heißt, Vertrauen aufzubauen und für jemand anderes die Stimme zu erheben, und schließlich wird es sogar fröhlich. Wie Dürr mit heiklen Themen umgeht, findet Geus einfühlsam und beherzt zugleich. Gut gefällt ihr auch der Raum für Antworten, den der Autor den vielen Fragen in seinem Buch eröffnet.
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