Herausgegeben von Hans-Theodor Goebel. Die theologischen Aufsätze Hans-Georg Geyers kreisen um die zentralen Themen des theologischen Denkens. Neben der Frage, wie an Gott zu denken ist und wie sich die Versöhnung annehmen und verstehen lässt, befasst sich der Autor auch mit dem Problem, wie die Lehre der Kirche kritisch zu verorten und die aus Gott stammende Freiheit des Menschen zu befördern ist. Der Band enthält bisher nur sehr verstreut erschienene Aufsätze des verstorbenen Systematikers, der zu seiner Zeit zu den bedeutendsten deutschen Lehrer der systematischen Theologie gehörte, aber nur vergleichsweise wenig publiziert hat. Unter den Themenbereichen "Gotteslehre und Metaphysik", "Christologie und Versöhnungslehre", "Kirche und Lehre" und "Theologische Ethik und Kritische Theorie" sind Aufsätze aus den Jahren 1962-1987 gesammelt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Jeder, der in den Siebzigern von Hans-Georg Geyer hörte, schreibt "Fsn", hat von dem Adorno-Schüler eine große systematische Verhältnisbestimmung von christlichem Glauben und gesellschaftlichem Engagement erwartet und erhofft. Mit der vorliegenden Aufsatzsammlung wird dem Rezensenten aber nun klar, dass "eben das kleine Format" die "große Form" des Hans-Georg Geyer gewesen ist. Deutlich werde auch, dass Geyer als Theologe Gott niemals zum bloßen Objekt seines Denkens reduzieren konnte, weshalb auch eine Positionsbestimmung des Göttlichen als eine der Grundschichten der Gesellschaft schon prinzipiell nicht seine Sache war.
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