Mit 110 großformatigen Fotos. Wahrscheinlich waren es mehr als 30 Millionen Amerikanischer Bisons, die im 16. Jahrhundert über die Grasebenen zwischen Kanada und Mexiko und von den Rocky Mountains bis zum Mississippi zogen. Die Prärie war ein wogender Ozean aus zottigen, dunklen Leibern. Mit der Besiedlung des amerikanischen Mittelwestens begann ein gigantisches Schlachten. Niemals zuvor haben Menschen in einem so kurzen Zeitzraum so viele Tiere getötet. In weniger als zwei Jahrzehnten wurde fast die gesamte Population vernichtet. Heute wird der Bison wieder angesiedelt, auch um der Desertifikation der Great Plains Einhalt zu gebieten. Die Geschichte des Bisons ist eine Parabel über Globalisierung und das Zusammenspiel von technischem Fortschritt, Kapitalismus, Unverständnis ökologischer Zusammenhänge, Ideologien und Politik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.02.2015
Sylvia Staude ist schwer beeindruckt von diesem wuchtigen Fotoband über ein wuchtiges Tier. Vor allem die Art und Weise, wie Heidi und Hans-Jürgen Koch den Bison abbilden, nicht niedlich, ohne Bezug zum Menschen, ganz in sich ruhend, meistens schwarz-weiß vor leerer Landschaft, hat sie überzeugt. Fast kann sie das Fell in den bildfüllenden Porträts spüren. Für Staude ein wundervoller Band, der durch faktenreiche kurze Texte auf gelungene Weise ergänzt wird.
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