Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Sievers. Warum wählen wir im Zweifel lieber befestigte Wege statt Trampelpfade? Warum finden Ameisen scheinbar mühelos ihren Weg durch unbekanntes Terrain? Und warum haben Lebewesen überhaupt begonnen, sich von einem Ort fortzubewegen?Als Robert Moor den Appalachian Trail entlangwanderte und endlose Kilometer auf den Weg vor seinen Füßen starrte, trieb ihn mehr und mehr die Frage um, warum es überhaupt so etwas wie Wege gibt und wie sie entstehen. Er reiste sieben Jahre lang rund um den Globus, beschritt große Routen ebenso wie schmale Cherokee-Pfade - und setzte sich der Wildnis aus. Seine eigenen Erlebnisse verbindet er aufschlussreich mit Erkenntnissen aus Wissenschaft, Geschichte und Philosophie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.01.2021
Rezensentin Sylvia Staude folgt Robert Moor in Gedanken und auf matschigen Pfaden. Beides scheint ihr inspirierend, weil der wissbegierige Autor einerseits das abschweifende Nature Writing beherrscht, andererseits mit einem Schuss Selbstironie seine Erkenntniswege begleitet, in denen es unter anderem um die Sinnherstellung durch das Gehen geht, um die Geschichte des Nicht-sesshaft-Seins, Urwege und schließlich auch das World Wide Web als eine Art Wegeersatz. Die Mühen des Gehens werden Staude beim Lesen bewusst, aber auch die Freuden.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.11.2020
Rezensent Günter Wessel hat sich gern mit dem amerikanischen Journalisten Robert Moor auf Wanderschaft begeben. Moor führt den Kritiker in sechs essayistischen Reportagen zu 565 Millionen Jahre alten versteinerten Bewegungsspuren, auf Ameisenstraßen und Indianerwege, begleitet Elefanten und "ungehorsame Schafe" und begibt sich auf Pfade durch Wissenschaft, Philosophie und Literatur. Gespräche mit Jägern, Zitate von Schriftstellern und erkenntnistheoretische Fragestellungen runden den Band ab, meint der Rezensent, der auch Moors persönliche Anekdoten gern gelesen hat.
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