Über ein halbes Jahrhundert war Hans Modrow in der Politik. Er saß in Landes- und in Länderparlamenten, war Ministerpräsident und Europa-Abgeordneter. Er machte Innen- und Außenpolitik. Und das stets als überzeugter Sozialist. Auf der Weltbühne bekam er es mit sehr vielen Menschen zu tun. Manche wurden zu Freunden, andere kreuzten nur den Weg und hinterließen dennoch bleibenden Eindruck. Am Ende seines achten Lebensjahrzehnts erinnert sich Hans Modrow an brisante Begegnungen, folgenreiche Gespräche und interessante Persönlichkeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2008
Zutiefst angeödet hat Mechthild Küpper Hans Modrows pünktlich zu seinem eigenen achtzigsten Geburtstag erscheinendes Buch gelesen, in dem er nach Einschätzung der Rezensentin weder eine Lebensbeschreibung bieten, noch seine politischen Entscheidungen erklären will, sondern schlicht die "Legitimation der DDR" betreibt. Davon abgesehen, dass das Projekt als verjährt gelten kann, stört sich die Rezensentin am wenig enthusiastischen Vorwort Oskar Lafontaines, der Modrow als "Parteisoldat" charakterisiert, und ärgert sich über ein fehlendes Register, das die Orientierung angesichts der vielen Namen erleichtert hätte. Überhaupt hat der Autor ganz offensichtlich kein allgemeines Lesepublikum, sondern nur die "Eingeweihten" im Blick, meint Küpper, die über die geschichtsklitternden Darstellungen Modrows, wie beispielsweise die Behauptung, kein Soldat der NVA sei 1968 in Prag einmarschiert, nur den Kopf schütteln kann. Als sehr bezeichnend für Modrows Charakter gilt ihr zudem die Haltung des SED-Politikers gegenüber der Linkspartei, die er mit Hohn und Kritik bedenkt.
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