Hans Modrow galt als Erneuerer und Hoffnungsträger. Nach der Deutschen Einheit saß er für die PDS als Abgeordneter im Bundestag und im Europaparlament. Die Journalistin Gabriele Oertel hat lange Interviews mit dem 82-Jährigen geführt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2010
Nicht erwärmen kann sich Mechthild Küpper für diese Sammlung von Interviews mit Hans Modrow, dem vorletzten Ministerpräsidenten der DDR. Aufschlussreich findet sie das Buch höchstens für Leser, die wissen wollen, wie einstige SED-Eliten heute ticken. Insofern hält sie die Interviews mit Modrow durchaus für interessant. Aus ihnen spricht für Küpper die Unbelehrbarkeit eines "stalinistischen Antistalinismus". Scheint ihr Modrows Buch von 2008 in erster Linie ein Plädoyer für die Anerkennung der DDR zu sein, geht es dem ehemaligen DDR-Ministerpräsident ihres Erachtens im neuen Buch primär selbstgerecht um sich selbst, um seinen "Platz in den Geschichtsbüchern". Sympathie kommt bei der Rezensentin dabei nicht auf.
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