Das Eis schmilzt, das Wasser steigt und plötzlich stehen Eisbären und Eskimos vor der Tür. Was ist passiert? Johanns Welt ist in Unordnung. Sein Zimmer steht unter Wasser, der Garten, die Felder, die Wiesen sind überschwemmt, im Wasser treiben Eisschollen und in einem Kajak rudern Männer und Frauen in Eskimopelzen auf ihn zu. Wollen die etwa zu ihm? Schnell schleicht er sich zu seiner Oma ins Dachzimmerchen, die vor dem Fernseher sitzt und seufzt: "Das Wetter spielt total verrückt. Wie soll das bloß alles enden?" Die grünen Stiefel kommen zur rechten Zeit. Die Klimakatastrophe ist in aller Munde, die Kinder hören mit. Aber wie kommt bei ihnen an, worüber die Erwachsenen reden?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2020
Wieder einmal ist Andreas Platthaus entzückt vom inzwischen über neunzigjährigen Hans Traxler und lobt die Verlegerin für ihren Einsatz, der dieses Buch zur Folge hatte. Dass Traxler kluge Bücher macht für und über Kinder und zunehmend für uns alle über die entscheidenden Lebensthemen der Gegenwart, beweise sich hier einmal mehr mit dem kleinen Johann, der am Ammersee plötzlich Eisbären und Eskimos vorfindet. Der Kritiker amüsiert sich prächtig auch über die Selbstzitate und Ironien des Künstlers, und mag auch der Botschaft zustimmen, die ein wenig Selbstbeschränkung fordert für die Abwendung solcher Horrorszenarien am Ammersee.
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