Musikhören ist ein vielschichtiger Vorgang: Man will eine Komposition verstehen, darüber hinaus aber möchte man begreifen, was jenseits der Musik liegt und vielleicht nur durch sie ausgedrückt werden kann. Hans Zender ist einer der profiliertesten Komponisten der Gegenwart und gehört zu den wenigen, die regelmäßig über Musik schreiben. In diesem Buch geht es unter anderem um das Verhältnis von Musik und Sprache, um Anton Bruckner, Gedanken zur "Spirituellen Musik" und um engagierte Einmischungen in die aktuelle Kulturpolitik. Eine Leidenschaft durchzieht diese Beiträge: Kunst soll uns berühren, und wir sollen unsere Sinne schärfen auch für heute entstehende Kunst. Jedwede Musik muss man wach hören.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2014
Ein Buch für alle, denen es mit der Musik ernst ist, stellt uns Peter Gülke vor. Hans Zenders Schilderungen aus der musikalischen Produktion ist für den Rezensenten zwar nicht immer leichte Kost. Doch Zenders einleuchtende Überlegungen zur Kulturpolitik, zu Bruckner oder zur eigenen Arbeit als Dirigent und Komponist, gepaart mit einem offenbar unerschütterlichen Optimismus Sinn und Wirkung von Musik betreffend, haben Gülke jedoch jede Menge Erkenntnisse eingebracht. Nicht zuletzt, dass der Autor nicht einfach Ergebnisse präsentiert, sondern den Leser mitnimmt auf den Weg der Problemlösung, hat sich für Gülke immer wieder als gewinnbringend erwiesen.
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