Das Buch schildert die Geschichte der Epilepsie, der Epileptologie (Wissenschaft von der Epilepsie) und des epilepsiekranken Menschen vom 3. vorchristlichen Jahrtausend bis zur Gegenwart - die Geschichte der Epilepsie als "heilloser", von überirdischen Mächten auferlegter Strafe, über die "heilige" Krankheit der klassischen Antike bis zur "heilbaren" Hirnfunktionsstörung unserer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2004
Robert Jütte nickt beifällig und scheint eine aufschlussreiche Lektüre über die Epilepsie hinter sich zu haben, von den ersten Erwähnungen der "Fallsucht" in der Antike bis zum neuesten Stand der Medizin zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Schade nur, meint er einschränkend, dass diese vor allem entlang der Wegmarken des medizinischen Fortschritts verlief und etwa die Sozialgeschichte der Epilepsie - eine Geschichte der Ausgrenzung der Betroffenen - links liegen lässt. Doch der Einwand ist eher ein Vorschlag zur Ergänzung dieses Buches, zumal Schneble auch die Kulturgeschichte der Krankheit streife und somit nicht nur die medizinhistorisch Interessierten auf ihre Kosten kommen lasse.
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