Aus dem Amerikanischen von Michael Mundhenk. Paris 1973. Der amerikanische Schriftsteller Harry Mathews ist wohlhabend, gutaussehend, er verkehrt mit den großen Autoren, Philosophen und Künstlern der Zeit. Und wird von allen verdächtigt, CIA-Agent zu sein. Jetzt gibt es nur eine Schwierigkeit: Wie wird er wirklich einer? Mathews erfindet sich als CIA, er gründet ein Reisebüro, hält Vorträge über Reisen nach Russland und verkauft Schrott aus der Werkstatt des Künstlers Jean Tinguely als Teile von Spionageraketen. Bald beginnen sich die Geheimdienste mehr für ihn zu interessieren, als ihm lieb ist ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2007
Bestens unterhalten hat sich Rezensent Jürgen Ritte bei der Lektüre dieses Agentenromans von Harry Mathews. Wobei er das Etikett "Roman" in Anführungsstriche setzt. Schließlich scheint es ihm ausgemacht, dass es sich bei Mathews um einen einstigen CIA-Agenten handelt. Wie auch immer, die Erzählung dieses Agentenlebens überzeugt Ritte durch ihre "hyperrealistische Akkuratesse". Die Absicht des Autors sieht er dann auch darin, den Leser durch die Verwischung der Grenzen zwischen Fiktion und Realität zu verwirren. Das ist ihm nach Ansicht Rittes auf eine recht "vergnügliche" Weise gelungen. Sein Fazit: ein "fulminanter Anti-Spionageroman".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.10.2006
Der Rezensent Joachim Sartorius ist verblüfft und beglückt zugleich von Harry Mathews brillant durchgehaltenem Spionagespiel, das sich bei allen Klassikern des Genres und auch im Leben des Autors bedient. Ihren Anfang nimmt die turbulente Geschichte, als der ehemalige Musikstudent in Harvard und mittlerweile "Oulipo"-Mitglied Mathews in Paris bemerkt, dass er aufgrund seines aufwendigen gesellschaftlichen Lebens für einen CIA-Spion gehalten wird und daraufhin beschließt, diesem Verdacht Vorschub zu leisten, indem er sich eine "Tarnung" als Reisekaufmann zulegt, seltsame Dinge tut und quer durch Europa reist. "Mein Leben als CIA" ist "witzig, süffig, schnell zu konsumieren", lobt Sartorius, mit anderen Worten ein "köstliches Vexierspiel", bei dem Mathews immer alle Fäden in der Hand hält und dabei noch augenzwinkernd gewichtige Fragen zum Verhältnis von Literatur und Wirklichkeit stemmt.
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