Aus dem Englischen von Peter Torberg. John le Carré war vieles: Sohn und Urgroßvater, Spion und Schriftsteller, einsamer Spaziergänger auf den Klippen Cornwalls und gern gesehener Gast auf allen Bühnen der Welt. Diese mitreißende Sammlung von Briefen an Gary Oldman, Philip Roth, Margaret Thatcher und viele andere zeigen den spielerischen, intelligenten und leidenschaftlich eloquenten Mann hinter dem,weltweit bekannten Pseudonym John le Carré. Sie nimmt uns mit in eine Zeit, die von Umbrüchen geprägt war, die bis heute fortwirken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2024
Beim besten Willen kann Rezensent Alexander Menden in diesem Band nicht viel Interessantes über John le Carré entdecken und empfiehlt, lieber zu seinen literarischen Werken zu greifen. Die Fiktion bot dem ehemaligen Geheimdienstler und unter Pseudonym schreibenden le Carré eher die Freiheit, seine Kreativität zu entfalten. Die Briefe in diesem Band wirken dagegen oft banal, sind "wenig erhellend" und "auch nicht sonderlich fesselnd", verraten wenig von le Carrés widersprüchlichem und hochinteressantem Charakter. Vereinzelt finden sich interessante Briefe, die Einblicke in den trotz schriftstellerischer Erfolge von Selbstzweifeln geplagten le Carré geben, oder ein erotisch aufgeladener Briefwechsel mit einer Leserin, die er nie getroffen hat. Interessant findet Menden auch le Carrés Reaktionen auf die Literaturkritik, der er offensichtlich mit Misstrauen begegnete. Und doch bleibt beim Rezensenten durchgehend der Eindruck, dass bei der (von le Carrés Sohn vorgenommenen) Auswahl die wichtigsten Briefe unter den Tisch gefallen sind.
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