Es gab in der Antike kaum eine längere Zeitspanne ohne kriegerische Auseinandersetzungen. Entsprechend stark prägte der Krieg das außen- und innenpolitische Selbstverständnis, die Ideologie und die gesellschaftlichen Strukturen der griechisch-römischen Welt. Diese Auswirkungen behandelt Sidebottom von der Epoche Homers bis zum Ende der Antike, geht aber auch auf Aspekte der militärischen Taktik und die verschiedenen Truppengattungen antiker Streitkräfte ein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.08.2008
Eingehend widmet sich Thomas Speckmann Harry Sidebottoms grundlegendem Werk über die antike Kriegsführung. Darin belegt der in Oxford lehrende Althistoriker, dass die "abendländische Kriegführung", auf deren Ideologie sich der Westen bis heute bezieht, eine "kulturelle Konstruktion" darstellt. So sei die Vorstellung von den ungeordnet wütenden barbarischen Horden, die einer ebenso hochtechnisierten und rational organisierten wie tapfer kämpfenden Armee der Griechen oder Römer gegenüberstanden, absolut fragwürdig. Auch widerlege Sidebottom den Mythos, dass der Kampf der griechischen oder römischen Soldaten im Gegensatz zu ihren barbarischen Gegnern vornehmlich als Freiheitskampf verstanden wurde, referiert der Rezensent zustimmend. Laut Sidebottom wurde die "abendländische Kriegführung" keineswegs immer in der klassischen Welt praktiziert, und es gibt archäologische Belege, dass beispielsweise dänische Truppen um 350 v. Chr. militärische Geschlossenheit aufwiesen und aus Land besitzenden Soldaten bestanden. Speckmann hebt das Buch in den Rang eines glänzenden Standardwerks, das, wie er meint, ins "Marschgepäck" westlicher Soldaten von heute gehört.
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