In Co-Operation with Chris Brekelmans and Menahem Haran. Edited by Magne Saebo. Verständnis und Deutung des Alten Testaments im Mittelalter bei den repräsentativen jüdischen und christlichen Interpreten. 24 scholars - Jewish, Protestant, Roman Catholic - from North America, Israel, and various European countries, contribute to this rich volume on medieval interpretation and exegesis of the Hebrew Bible/Old Testament (5th through 12th centuries). Geographically, they cover most of the world as it was known in these times: from Syria to Spain, from Rome to the Rhine and the Seine. The volume also contains supplements to the previous volume, on Ben Sira and the Wisdom of Solomon.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2001
Friedrich Niewöhner stellt wohlwollend ein gigantisches und insgesamt auf drei Halbbände angelegtes internationales und interdisziplinäres Forschungsprojekt vor, das sich der Interpretationsgeschichte des bei uns, wie er schreibt, "hochmütig" sogenannten Alten Testaments widmet. Beteiligt sind Historiker, Theologen und Judaisten aus Israel wie auch aus Deutschland, welche die verschiedenen Schulen und hervorragende Interpreten vorstellen. Jeder Aufsatz beginnt mit einer Bibliografie, so Niewöhner, so dass die Darstellungen einzeln zu lesen seien, allerdings bleibt es damit auch dem Leser überlassen, moniert Niewöhner, eine Beziehung zwischen den einzelnen Schulen und Artikeln herzustellen. Im Beitrag über den vierfachen Schriftsinn in der jüdischen Exegese fehle beispielsweise der Verweis auf die diesbezüglichen christlichen Lehren. Noch mehr vermisst der Rezensent Hinweise auf die Einbettung der jüdischen Exegese in die Welt des Islams. Der Koran, schreibt Niewöhner, findet nur am Rande Erwähnung. Aber sei er nicht auch als Interpretation der hebräischen Bibel zu lesen?
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