Der Wiener Kongress von 1814/15 gilt als die bedeutendste europäische Friedensordnung des 19. Jahrhunderts. Er ordnet die Hinterlassenschaften der Französischen Revolution und der Kriege Napoleons auf dem Kontinent, justiert das Kräfteverhältnis zwischen den Mächten neu und verschafft den siegreichen Kräften der Restauration ein Fundament ihrer Herrschaft. Heinz Duchhardt stellt dieses gewaltige diplomatische Ereignis auf die historische Bühne, portraitiert die großen Darsteller wie Metternich oder Talleyrand, referiert die wichtigsten Verhandlungen und Ergebnisse und bettet den Kongress schließlich ein in eine bestechend klare Analyse des ganzen Zeitalters.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.09.2014
Rezensent Gustav Seibt liest die Darstellung zum 200. Jubiläum des Wiener Kongresses von Heinz Duchhardt als Buch eines ausgewiesenen Kenners der Materie. Der konservative Historiker führt den Rezensenten entlang der großen und kleinen Sachfragen, unterhaltsam und kleinteilig, wie Seibt betont. Er erfährt Neues über Sklaverei und Buchhandel, die Probleme von Juden-Rechten, den Streit um Polen und Sachsen und das gut funktionierende Spitzelwesen, das den Informationsaustausch während der Verhandlungen beschleunigte. Darüber hinaus bietet ihm der Autor Porträts der Akteure, auch der Schauspielerinnen, die das Rahmenprogramm gestalteten. Nur mit dem Wegwischen nationaler Wünsche hat es sich Duchhardt vielleicht etwas zu einfach gemacht, meint Seibt.
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