Die "Kleine Geschichte der portugiesischen Literatur" beschreibt die Hauptereignisse im literarischen Geschehen der portugiesischen Nation und gibt Einblick in die brasilianische und afrikanische Literatur portugiesischer Sprache. Es werden die wichtigsten Autoren und Werke vorgestellt, Tendenzen verdeutlicht, Gattungen in ihren spezifischen Ausprägungen beschrieben und sich wandelnde Themen als Reflex der Zeitläufe begriffen. Die Geschichte der Literatur kann deshalb auch als Teil der Geschichte des portugiesischen Volkes verstanden werden. Das Buch sieht die portugiesische Literatur stets in ihrem Bezug zu anderen europäischen Literaturen, so dass ihr Reichtum auch als gemeinsames europäisches Erbe erfahrbar wird.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2004
Angesichts des wachsenden Interesses für die portugiesische Literatur in den letzten Jahren, so der "rät" zeichnende Rezensent, kommt eine portugiesische Literaturgeschichte wie diese gerade recht. Mit "ansteckender Begeisterung" führe Siepmann den Leser durch "Gattungen, Stile, Themen und Tendenzen" der portugiesischen Literatur, wobei der Rezensent "Entdeckungsreisen, Kolonien, Meer, 'saudade'" als nennenswerte Stichwörter hervorhebt. Auch Siepmanns abschließender Ausblick auf die portugiesisch-sprachige Literatur in Brasilien und Afrika findet der Rezensent höchst lobenswert. Siepmann behaupte zwar bescheiden, eine "kleine" Literaturgeschichte geschrieben zu haben, der Rezensent jedoch hält sie für ganz "groß".
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