2029: Die Biochemikerin Madeleine Alberti wird in eine künstlich geschaffene Agrarstadt mitten in der Wüste New Mexikos geschickt, um dort als Forscherin an einem Bewässerungsprojekt mitzuwirken. Tatsächlich aber wird an diesem Ort mit neuartigen bargeldlosen Zahlungsmethoden experimentiert - insbesondere mit einem liquiden Chip, der, einmal in den Menschen implantiert, als Kredit- und Informationsträger dient. Als Madeleine die wahren Hintergründe bewusst werden, kontaktiert sie sofort Richard Weigelt in Frankfurt am Main, Geschäftsführer einer Initiative gegen das sich anbahnende Bargeldverbot, und lässt ihm heimlich alle gesammelten Informationen zukommen. Als ihre Kommunikation auffliegt, muss sie aus den USA fliehen und gelangt mit der Hilfe des Chefs eines mexikanischen Drogenkartells, der großes Interesse daran hat, sein Bargeld zu behalten, über Mexiko zurück nach Deutschland, wo sich zu diesem Zeitpunkt eine folgenreiche Hochwasserkatastrophe anbahnt …
Rezensentin Dorothea Dieckmann ist in mehrerlei Hinsicht irritiert von Herbert Genzmers Roman. Erzählt wird von einer dystopischen Zukunft, in der Politiker sich dem Großkapital unterworfen haben und in der die Bedrohung der Injektion von Chips in den Blutkreislauf herrscht, die vorgeblich als Zahlungsmittel dienen sollen. Im Kampf um das Bargeld gehen "die Guten", also die Protagonistin und ein Bürgerinitiativen-Gründer, eine Zweckallianz mit einem Drogenkartell-Boss ein - was zur Irritation der Kritikerin unkommentiert bleibt. Noch merkwürdiger findet sie allerdings, dass die Injektion der Chips im Buch durch Impfungen erfolgen soll und hier also Querdenkerhaltungen reproduziert würden. Zu so etwas habe Fiktion ja ein gutes Recht, dann solle der Verlag aber wenigstens dazu stehen und diesen Aspekt im Klappentext nicht verschweigen, moniert Dieckmann. Von der restlichen Arbeit des Verlags ist sie dann vollends entsetzt: Neben zahlreichen Fehlern in Rechtschreibung und Interpunktion jagen sich "groteske Stilblüten" und "absurde Doppelungen". Ein "heruntergeschriebenes", sprachlich "ganz schlimmes" Buch, urteilt Dieckmann.
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