Auch nach 50 Jahren Landesehe sind Badener und Württemberger (vulgo: Schwaben) pingelig auf ihre Eigenheiten bedacht. Bloß: Die Unterschiede kennen eigentlich nur sie selbst. Hermann Bausinger zeigt, woher die Differenzen kommen und was bis heute an den wechselseitigen Vorurteilen dran ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.04.2002
Baden-Württemberg feiert seinen fünfzigsten Geburtstag! Grund genug für den Kulturwissenschaftler Hermann Bausinger, mit einem Werk über Badener und Württemberger zu gratulieren. Herausgekommen ist ein anekdotenreiches Geschichtsbuch, schreibt Rezensent Alexander Kissler. Wie der Rezensent ausführt, schildert Bausinger die Geschichte der Konkurrenz zwischen Badenern und der Württembergern. Schlimmes mussten die Württemberger demnach erdulden, wurden sie doch als geizig, humorlos, ungesellig, prüde und denkfaul hingestellt, berichtet der Rezensent. Er hebt hervor, dass Bausinger wie schon Heine und Vischer in den Auswüchsen des Pietismus einen Realgrund für die Konstruktion der schwäbischen Nationalseele erblickt, denn moralischer Rigorismus beherrschte in Württemberg Alltagsleben wie Regierungspolitik. Die Umstände der Gründung des Bundeslandes waren nach Ansicht des Rezensenten dubios: trotzdem die Badische Bevölkerung mehrheitlich gegen eine Vereinigung mit Württemberg votiert hatte, wurde fusioniert. So ist auch Bausingers Geschichtsbuch nach Einschätzung des Rezensenten durch und durch "schwäbisch-badisch" und trotz einiger "stilistischer Schludrigkeit und inhaltlicher Ungenauigkeit" rundum amüsant.
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