Horst Petri

Bloß nicht zu viel Liebe

Eltern und Kinder zwischen Bindung und Freiheit
Cover: Bloß nicht zu viel Liebe
Kreuz Verlag, Stuttgart 2007
ISBN 9783783127805
Gebunden, 240 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Warum gibt es immer mehr junge Erwachsene, die ihr Elternhaus nicht verlassen und bis ins mittlere Lebensalter bei Vater und Mutter wohnen wollen? Warum sind Eltern-Kind-Bindungen unauflöslich? Warum bestimmen sie unser Schicksal von der Geburt bis zum Tod? Der Autor geht Fragen nach, die Jeden im innersten bewegen. Er verfolgt das faszinierende Panorama der menschlichen Urbeziehung über ihre verschiedenen Entwicklungsstufen und wechselt dabei die jeweilige Perspektive der Eltern und der heranwachsenden Kinder. Petri schildert die geglückten Verläufe und die Klippen, die sich bei der Lösung des Konflikts zwischen Bindung und Freiheit auftun. Dabei geht er ausführlich der Frage nach, wie sich Schwierigkeiten im Eltern-Kind-Verhältnis bewältigen lassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2007

Wenn Horst Petri sein Buch auch nicht als Eltern-Ratgeber verstanden sehen will, geizt er darin doch nicht mit Anregungen für eine gelungene Eltern-Kind-Beziehung, stellt Rezensent Martin Wittmann fest. Während er den Titel als pure Provokation abtut, hält er sich an den Untertitel, der verspricht, die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern zwischen "Bindung" und "Freiheit" auszuloten. Dem Rezensenten fällt auf, dass sich der Kinder- und Jugendpsychiater an der traditionellen Rollenverteilung von Eltern orientiert, in der die Kinder mit dem Vater toben und die Mutter überwiegend als Glucke auftritt, was Wittmann nicht weiter kommentiert. Besonders unterhaltsam fand er die Schilderungen, die Petri neben seinen theoretischen Darlegungen aus seinem Praxisalltag mitteilt und die mehr über den Autor und dessen "Eitelkeiten" verraten als über den eigentlichen Gegenstand seines Buches, wie Wittmann amüsiert meint.
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