Mit Zeichnungen von Hugo Kükelhaus. Herausgegeben von Barbara Vogel-Kükelhaus. Mit einem Nachwort von Franciscus Adrian.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2001
Eigentlich war Hugo Kükelhaus (1900-1984) gar kein Dichter, sondern ein vehementer Kritiker der "Entleibung des Menschen", der Brechung des natürlichen Erfahrungshungers des Kindes durch elterliche Erziehung und Schule, berichtet Elmar Schenkel. Der Rezensent mutmaßt, dass gerade diese Annahme den Autor dazu gebracht hat, den Träumling, ein Zwischenwesen, das Mensch, Tier, Pflanze und Stern vereint, zu schaffen. Gleichklang zwischen diesen verschiedenen Lebensformen werde hier tatsächlich erzeugt, meint Schenkel. Nämlich ein Gleichklang zwischen Tuschzeichnung und sparsam eingesetzter Sprache. Dem Rezensenten jedenfalls scheinen, auch wenn er weder deutlich Lob noch Tadel formuliert, die Erlebnisse des kleinem Träumlings, die ihn entfernt an den kleinen Prinzen und die chinesischen Daoisten erinnern, eine Reise in eine Welt voller Zeit und Besinnlichkeit ermöglicht zu haben.
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