Claire Goll

Arsenik. Eine Deutsche in Paris

Romane
Cover: Arsenik. Eine Deutsche in Paris
Wallstein Verlag, Göttingen 2005
ISBN 9783892449799
Gebunden, 279 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Barbara Glauert-Hesse. Mit ihrer Sympathie für die großen Menschheitsträume wie mit dem ihr eigenen Hang zur unerbittlichen Desillusionierung menschlicher Schicksale erzählt Claire Goll in den Romanen "Arsenik" (1932) und "Eine Deutsche in Paris" (1925) von Liebe, Verlust, Eifersucht, Erniedrigung und von Mord als Verzweiflungstat. Claire Goll führt in ihrer Prosa der nachexpressionistischen Zeit das Emanzipationsthema aus der Frühzeit des 20. Jahrhunderts im Stil der Neuen Sachlichkeit fort und wird damit zur Weggenossin Marieluise Fleißers. Für beide Romane fand Thomas Mann äußerst lobende Worte. So schrieb er 1933 in einem Brief an Claire Goll über "Arsenik": "Diese Geschichte eines Verbrechens ist eine psychologisch und medizinisch sehr fein und sorgfältig fundierte Arbeit, und sie erschüttert durch den menschlichen Aufstieg, den sie aus kleinbürgerlicher Verstrickung und trüber Schuld in die religiöse Sphäre der Läuterung und Erlösung nimmt." Und 1928 urteilte er über "Eine Deutsche in Paris": "Es ist eine sehr schöne, klare und echte Geschichte, die mich in ihrer naiven und zarten Tragik sehr ergriffen hat. Gewiss wird sie ein dankbares Publikum finden."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2006

Joseph Hanimann bevorzugt die Details des in diesem Doppelband enthaltenen, neu herausgegebenen Romans "Arsenik" von Claire Goll. Darin sei Goll hervorragend, schreibt er, freut sich über die "abgrundtiefe Skurrilität" so mancher Szene und stört sich kaum an den "Spuren expressionistischer Detailblähung". Allein die Handlung! Zwar ist Hanimann erklärtermaßen ein Freund der von Goll gewählten "allgemein literarischen Perspektive", die keine Nationalitäten kennt, doch hält er den Text im Ganzen für "etwas schmal". Auf große Teile der Handlung - Mord, Verhaftung und Verhör - hätte Hanimann, so lässt er uns wissen, auch verzichten können. Und das ist bei einem Kriminalroman doch erstaunlich.
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