Ian Rankin

Im Namen der Toten

Roman
Cover: Im Namen der Toten
Manhattan Verlag, München 2008
ISBN 9783442546060
Gebunden, 589 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Juliane Gräbener-Müller. Sommer 2005 - die ganze Welt schaut auf Schottland, wo im Luxushotel Gleneagles das Gipfeltreffen der G8-Staaten stattfindet. Die Polizei hat bereits im Vorfeld alle Hände voll zu tun, nur Inspector Rebus wurde trotz der angespannten Lage zum Stillsitzen verdonnert. Bis an einem geheimnisumwitterten Ort bei Auchterarder - und damit in der Nähe des Hotels - Spuren gefunden werden, die auf einen Serienkiller hindeuten. Seine Opfer sucht er offenbar unter kürzlich entlassenen Sexualstraftätern, und drei hat er bereits getötet. Rebus ist der einzige, der den Fall übernehmen kann, und gelangt so in den Dunstkreis des G8-Treffens, von dem er eigentlich um jeden Preis ferngehalten werden sollte. Prompt gerät er mit dem englischen Leiter der Sicherheitsmaßnahmen aneinander. Siobhan Clarke liegt ebenfalls mit ihren Vorgesetzten im Clinch, seit sie den Polizisten sucht, der ihre Mutter bei einer der Demonstrationen verprügelt hat.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.03.2008

Rainer Moritz zollt Ian Rankins Verdiensten um das Ansehen Edinburghs Respekt, hat der schottische Autor doch mit seinem eigenbrötlerischen und aufrührerischen Inspektor John Rebus seine Heimatstadt zum geschätzten Ziel für Leser gemacht, die auf seinen literarischen Spuren reisen. Richtig erwärmen kann er sich für den jüngsten Krimi "Im Namen der Toten", der sich um drei ermordete Sexualstraftäter und einen zu Tode gekommenen Staatssekretär im Schatten des G-8-Gipfels dreht, allerdings nicht. Das liegt, wie der Rezensent ausführt, nicht nur an der allzu schleppend anlaufenden Handlung, bei der sich trotz des durchaus komplexen Plots nicht so recht Spannung einstellen will. Gleichzeitig zeigt sich Moritz enttäuscht darüber, dass die politische Dimension, die der Roman aufmacht, in der resignativen Alterssicht des Ermittlers verdampft und auch sprachlich empfindet er den Roman reichlich uninspiriert.
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