Ina Schabert (Hg.)

Shakespeare-Handbuch

Die Zeit, der Mensch, das Werk, die Nachwelt
Cover: Shakespeare-Handbuch
Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2000
ISBN 9783520386045
Gebunden, 955 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

4., völlig neu bearbeitete Auflage. Mit 12 Abbildungen und einer Ausklapptafel. Dieses Handbuch liefert den Schlüssel zu der nahezu unübersehbaren Shakespeare-Literatur. Als Kompendium des Wißbaren über Shakespeare greift sein Rahmen über Zeit, Leben und Werk hinaus bis in die Probleme der Textkritik, der Shakespeare-Forschung, der Übersetzung, der Rezeption auf der Bühne und des Nachlebens in Literatur, Kunst und Musik.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2001

Shakespeare ist allgegenwärtig, schreibt Stefana Sabin und führt in einem ausführlichen Artikel knapp ein halbes Dutzend neu erschienener Publikationen über den großen englischen Theatermeister auf, von denen aber nicht alle im Deutschen erschienen sind. Die Rezensentin würdigt zwei dieser Publikationen ausführlicher.
1) Harold Bloom: "Shakespeare - Die Erfindung des Menschlichen"
Die Abhandlung des amerikanischen Literaturwissenschaftlers muss man einfach lesen, denn die Begeisterung, mit der der Autor Shakespeare als "Erfinder des Menschlichen" feiert, ist ansteckend, schwärmt die Rezensentin. In Amerika löste sein Band denn auch geradezu eine Shakespeare-Welle aus und landete auf der Bestseller-Liste der "New York Times". Dabei, schränkt Sabin ein, hat Bloom eigentlich nur eine altmodische Essaysammlung verfasst. Minutiös hat er Drama für Drama analysiert und dabei, kritisiert Sabin, die Werkgeschichte und den Stil völlig außen vor gelassen. Bloom interessieren vielmehr die Figuren, ihre Befindlichkeiten, ihre Seelenlage. Und trotzdem. Auch wenn Bloom aus seiner tiefen Abneigung gegen das Theater keinen Hehl macht und damit Shakespeare selbst als großen Dramatiker ignoriert - Sabin hat sich von der psychologischen Besessenheit der Bloom-Interpretation infizieren lassen.
2) Ina Schabert: "Shakespeare-Handbuch"
Kurz bespricht Sabin das neu aufgelegte Shakespeare-Handbuch von Ina Schabert. Wem die Abhandlung von Bloom zu einseitig war, der kann sich das nötige Hintergrundwissen bei Schabert besorgen, so scheint es. Nach Sabin hat die Herausgeberin viele kundige Beiträge über Shakespeares Leben, die Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte sowie über das elisabethanische Theater zusammengetragen. Außerdem biete ihr Handbuch auch Kurzanalysen der einzelnen Werke sowie Aufsätze über Shakespeares Spuren in der Musik und der bildenden Kunst.

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