Peter Nusser legt mit diesem Band den zweiten Teil seiner deutschen Literaturgeschichte vor. Alle wichtigen Werke der deutschen Literatur des Humanismus, der Barockzeit und des 18. Jahrhunderts bis hin zur Weimarer Klassik werden vorgestellt und in ihren sozial- und kulturgeschichtlichen Bezügen erschlossen. Drei große Kapitel beleuchten das Zusammenspiel von Lebensform und Literatur in der Gelehrtenrepublik der Humanisten, in der höfischen Kultur des Barock und in der staatsbürgerlichen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2002
Diese Rezension besticht dadurch, dass in ihr vor allen Dingen aufgezählt wird, was in dem besprochenen Buch nicht zu lesen ist. Wolfgang Neuber ärgert sich über Peter Nussers Literaturgeschichte, weil für ihn keine "erkennbare größere Einheit von literarischen Epochen" zu erkennen ist und Nusser "sehr alten Wegen" folgt. Vermisst werden vom Rezensenten viele für ihn bedeutende Personen der im Buch behandelten Zeit. Das methodische Vorgehen des Autors ist ihm zudem ein Rätsel, da man an der Auswahl der behandelten Autoren nicht erkennen könne, wieso der Beginn der behandelten Zeitspanne nun ausgerechnet um 1500 angesetzt wird. Anhand der Auswahl hätte man demnach auch 1400 ansetzen können. Der Autor, so Neuber, hat alles "Zusammengehörige zerrissen" und der einzige Begriff, dem Nusser folgt, ist seiner Ansicht nach der eines veralteten Kanons - einem, wie man ihn in seinen Augen um 1960 verstanden hat. "Merkwürdig schief" kommt ihm alles vor. Bezeichnend sei auch, dass Nusser "gerade jene Autoren ausklammert, die im Literaturbetrieb der Frühen Neuzeit am stärksten um Neuerungen bemüht waren."
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