Rezensent Jörg Lau findet in diesem Buch eine stringente Beschreibung der gegenwärtigen Lage unserer Gesellschaft, nutzt es aber auch gleichzeitig, um über die möglichen Probleme der Diskursanalyse nachzudenken. Die Diagnose die das Buch stelle, sei im wesentlichen der Verlust einer Wertehierarchie mit festen Normen, die durch einen "beweglichen Begriff der Normalität" ersetzt werde. Dieser flexible Normalitätsbegriff ergebe sich aus einer permanenten Orientierung an Statistiken, die den Unterschied von normal und anormal eher als graduellen Übergang denn als Wesensunterschied verstehen würden. Darin bestehe aber auch die Problematik dieses diskursanalytischen Werkes, so Lau, denn der Bruch in der Geschichte von einer wertehierarchischen Gesellschaft zu einer der flexiblen Normalität würde auf den Wandel eines grundlegenden Dispositivs zurückgeführt, der letzten Endes unerklärbar bleibe.
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