"Brecht die Macht der Manipulateure", hieß es noch vor dreißig Jahren. Heute hingegen ist Kritik an manipulativen Herrschaftsstrategien nahezu verstummt. War Kommunikation damals Garant für Herrschaftsfreiheit, so scheint sie heute machtkonform integriert. Gottfried Oy untersucht in seiner Studie die Entwicklung der Medien- und Öffentlichkeitskritik sozialer Bewegungen in der Bundesrepublik. Er leistet dabei eine kritische Revision der großen Medien- und Öffentlicheitstheorien und -praxen der letzten fünfzig Jahre.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.08.2001
Gottfried Oys Dissertation dreht sich um die Theorie und Praxis der "Gegenöffentlichkeit". Drei groß-theoretische Ansätze macht der Autor dabei aus: den der Manipulation, der von der Möglichkeit der Indoktrinierung des Empfängers durch den Sender ausgeht (Adorno, Habermas & Co); einen zweiten, der die Kenntnis des gemeinsamen Codes voraussetzt und den Empfänger als aktiven Teilnehmer anerkennt (Eco, Peirce, Saussaure etc.); einen dritten, vernetzungstheoretischen (Foucault, Deleuze/Guattari). Oy bevorzugt, erfährt man aus Ralf Grötkers Wiedergabe, den zweiten. Eher gequält fühlt sich der Rezensent von "langen Theorie-Referaten", zumal daraus nur eine "lasche Konklusion" folge: Oy verficht Gegenöffentlichkeit als Ort, an dem "andere Erzählungen über die Gesellschaft" durchzusetzen wären, so der Rezensent.
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