"Man kann mit gutem Recht sagen, dass wegen des unauslöschlichen Hasses, den die Medici gegen unsere Familie hegten, weil wir Förderer und Freunde der Freiheit gewesen sind, das Exil bei uns erblich ist, ja geradezu wie ein Familienvermögen an die Nachkommen weitergegeben wird." (Lorenzo Strozzi) Die Strozzi waren eine der reichsten und mächtigsten Familien von Florenz - ihr berühmter Palast dokumentiert das bis heute - aber wegen der Feindschaft der Medici wurden die männlichen Familienmitglieder über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg in die Verbannung geschickt. Die Geschichte der Familie Strozzi ist eine Geschichte von sich etablierender Bankenmacht, kaufmännischer Rivalität und ökonomischem Aufstieg, aber auch eine Geschichte des Widerstands gegen die Übermacht der Medici von der frühen Renaissance bis zum endgültigen Untergang der Republik Florenz und der Errichtung des Herzogtums im 16. Jahrhundert. Das Buch von Ingeborg Walter erzählt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Familie, die sich trotz der Verbannungen behauptete, zu ungeheurem Reichtum aufstieg und zeitweise sogar zu einem Ausgleich mit den Medici gelangte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.07.2011
Rezenent Johan Schloemann erzählt mit viel Verve und Einfühlungslust von der Geschichte und dem Schicksal der Florentiner Familie der Strozzi, die ihm die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Ingeborg Walter in ihrem neuen Buch nahe gebracht hat. Er lobt die Eleganz und Informationsfülle des Buchs und bescheinigt der Autorin hervorragende Kenntnisse der Forschungsliteratur und der historischen Quellen. Mitunter, räumt er ein, hat ihn die Namensvielfalt etwas überfordert, aber das will er keinesfalls der Autorin, sondern den verzweigten Familienstammbäumen und der komplizierten Heiratspolitik der Strozzis anlasten. Walter malt in ihrem Buch zwar kein umfassendes Bild der Renaissance, doch über die Geschichte der Strozzi und das Florenz ihrer Zeit wird man sehr plastisch und fesselnd informiert, so Schloemann sehr zufrieden.
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