Zur Retrospektive der Berlinale. Herausgegeben von der Deutschen Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen und Internationale Filmfestspiele Berlin. Die großen Bergmanschen Themen "Suche", "Künstler", "Glaube" und "Beziehungen" sowie die enge Verflochtenheit von "Leben und Arbeit" werden in fünf Miniaturen - fünf einführenden Essays - von Marion Löhndorf beleuchtet. Zeitgenössische Kritiken dokumentieren die Vielfalt und Lebendigkeit der schwedischen, deutschen und englischsprachigen Bergman-Rezeption und damit die enorme Wirkung eines Filmwerkes, für das Ingmar Bergman immer wieder auf ein bewährtes Team von Künstlern und Technikern zurückgriff. Das Prinzip der Kontinuität spielte für den Regisseur auch thematisch eine große Rolle. So lassen sich Bergmans Filmarbeiten auch als ein Gesamtprojekt lesen - ein einzigartiges filmisches Gewebe "aus bewußt sich wiederholenden Motiven und verborgenen Querverweisen" (Löhndorf), aus selbstreferenziellen Zitaten, Spiegelungen und Umkehrungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2011
Rezensent Rüdiger Suchsland ist hellauf begeistert von diesem zur Ingmar Bergman-Retrospektive der diesjährigen Berlinale erschienenen Band. Es handelt sich dabei um weit mehr als einen schlichten Begleitband, versichert der Rezensent. Sein Augenmerk legt das Buch nämlich vor allem auf die zeitgenössische Rezeption von Bergmans Filmen, nebst fünf erhellenden Essays von Marion Löhndorf. Schade nur, dass der Band neben den Filmkritiken berühmter Autoren nicht auch einige "berühmte Verrisse" beinhaltet, die vielleicht den Heiligenschein, der über Bergmans Filmen schwebe und der den Filmen heute eher schade, etwas ankratzen könnte, findet der ansonsten sehr eingenommene Rezensent.
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