Innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche gilt die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) als besonders konservativ und reaktionär. Aufgrund der Ablehnung des nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil festgelegten Messritus und einiger Aussagen des Konzils selbst hat die Piusbruderschaft nunmehr seit 1975 keinen kanonischen Status mehr. Warum die Priesterbruderschaft allerdings gegründet worden ist und auf welche theologischen und kirchengeschichtlichen Grundsätze sie sich beruft, weiß innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche kaum jemand.
Während der Pontifikate von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. gab es viele konfliktreiche Situationen zwischen den beiden Päpsten und den Leitungsgremien der FSSPX. Bemühungen des gemeinhin als liberal und reformorientiert geltenden Papstes Franziskus um die Versöhnung mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. können da durchaus verwundern.
Das Gespräch mit Pater Franz Schmidberger soll die hochemotionale Luft aus der Diskussion rund um die FSSPX herauslassen und statt einer bislang ideologisch geführten, eine faktenbasierte Diskussion anstoßen und ermöglichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2017
Christian Geyer entdeckt zwischen all dem Reaktionären, das Pater Franz Schmidberger von der Priesterbruderschaft St. Pius X. laut Rezensent im Gespräch mit Ingo Langner hören lässt, einen "charmanten" Grundzug, der für ihn darin besteht, dass die Piusbrüder die Religion institutionell, naturrechtlich und antipersonalistisch nehmen. Auch deren Kritik am Zweiten Vatikanischen Konzil kann er zumindest in Teilen nachvollziehen. Leider verfliegt für Geyer jeglicher Charme wieder, wenn der Piuspater die Religionsfreiheit ablehnt und die Zeugen Jehovas vom Bahnhof vertreiben möchte.
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