Die zunehmende Digitalisierung macht auch vor unserem Bildungssystem nicht Halt - die Stimmen, die mehr Einsatz von digitalen Medien beim Lehren und Lernen fordern, werden immer lauter. Schon die Kleinsten sind an iPads gewöhnt, Schulen setzen immer mehr auf digitale Medien und bei der beruflichen Weiterbildung sind Tablets und digitale Whiteboards inzwischen üblich. Eine Entwicklung, die nicht nur Vorteile mit sich bringt - ganz im Gegenteil. Gerald Lembke und Ingo Leipner zeigen die dunkle Seite der Ökonomisierung und Digitalisierung von Bildung. Kinder und Jugendliche entwickeln ein bulimieartiges Lernverhalten: Dinge werden schnell und kontextfrei auswendig gelernt, in der Prüfung "ausgekotzt" - und sofort wieder vergessen. Die Autoren belegen diese und andere Gefahren für unser Bildungssystem. Eine eindringliche Warnung - und ein Plädoyer für eine durchdachte Nutzung digitaler Medien.
Der reißerische Titel verrät dem Rezensenten bereits, was ihn erwartet in diesem Buch von Gerald Lembke und Ingo Leipner, Professor für digitale Medien der eine, Wirtschaftsjournalist der andere: eine Streitschrift im anstrengenden Aufreger-Ton nämlich, die Eltern warnen möchte, ihre Kinder nicht im Sinne der digitalen Revolution zu erziehen. Doch Christian Meier lässt sich nicht berirren. So, wie die Autoren sie schildern, sieht er die Wirklichkeit nicht. Keine Medienmafia, die schon die Kleinsten verführt, keine Kitas, die Tablets statt Schnuller propagieren, meint er. Lieber als Panikmache hätte sich der Rezensent ausgewogene Argumente zu einem eigentlich wichtigen Thema gewünscht.
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