Sehr persönliche Erinnerungen, geschrieben mit der Offenheit, die ihn als Psychotherapeuten so besonders und letztlich weltberühmt machten. Irvin D. Yalom widmete sein Leben dem seelischen Leid anderer, in diesem Buch erzählt er von sich und den Umbrüchen, die ihn und seine Arbeit geprägt haben. Er berichtet von der Kindheit in prekären sozialen Verhältnissen, dem Minderwertigkeitsgefühl in jungen Jahren, der frühen Eigenwilligkeit, aber auch von den Kämpfen der verschiedenen psychotherapeutischen Schulen in den 1960er Jahren, den Anfängen der Studentenrevolte, der Menschenrechts- und Frauenbewegung, Drogen und Esoterik, und auch Berühmtheiten wie Viktor Frankl oder Rollo May kommen zu Wort. Entstanden ist so das Portrait eines Mannes, der sein Leben in Gänze ausgekostet und gleichzeitig mit extremen Sinn gefüllt hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2018
Rezensentin Manuela Lenzen freut sich, dass mit diesem Buch nun auch die Memoiren des amerikanischen Psychotherapeuten Irvin D. Yalom vorliegen. Als begeisterte Yalom-Leserin blickt die Kritikerin hier nicht nur gern in dessen Arbeitsweise und Biografie, sondern bekommt auch einen erhellenden Einblick in die Geschichte der Psychotherapie. Yaloms Reflexionen über den eigenen Tod und die Exkurse über Psychotherapie via Skype oder die Bedeutung des Hirnscanners liest die Rezensentin ebenfalls mit Gewinn.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2018
Katrin Blawat liest die Kindheitsepisoden im Buch des jüdischen Psychotherapeuten Irvin Yalom mit Gewinn. Wie der Autor sich mit zunehmendem Alter seiner Frühzeit und vor allem seines Verhältnis zur Mutter annimmt, findet sie spannend. Erhellend für sie auch die Passagen über Yaloms akademischen Jahre, sein Privatleben, Drogenerfahrungen. Kein Pageturner zwar, räumt Blawat ein, doch fesselnd durch die Fähigkeit des Autors, Gefühle und Denken zu entschlüsseln und in eine klare Sprache zu verwandeln, bei sich und anderen.
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