Aus dem Spanischen von Svenja Becker. Geboren im Kalifornien des späten 18. Jahrhunderts, ist Diego de la Vega ein Kind zweier Welten: Sohn eines spanischen Edelmanns und einer indianischen Kriegerin. Der Vater, Herr über eine große Hacienda, lehrt ihn schon früh das Fechten und will in ihm den Erben sehen, die Mutter vermittelt ihm die Traditionen ihres Volkes und den Drang nach Freiheit. Stolz und Wagemut lernt Diego von beiden, und so empört er sich früh über die Greultaten der spanischen Kolonialherren gegen die Indianer und spürt den inneren Konflikt seiner Abstammung. Mit sechzehn verläßt Diego die Heimat, um in Barcelona "europäischen Schliff" zu erhalten. Spanien krümmt sich unter der Herrschaft Napoleons, und schon bald tritt Diego als "Zorro" einem Geheimbund bei, der sich verschworen hat, Gerechtigkeit zu suchen. Doch ist es nicht allein die Gerechtigkeit, die Diego zu tollkühnen Taten treibt, sondern auch seine unbändige Liebe zu Juliana...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2005
Eine der wesentlichen Eigenschaften populärer Mythen sieht Christoph Haas in ihrer Wandlungsfähigkeit. Ein Aspekt den sich seines Erachtens auch Isabel Allendes "Zorro" zunutze macht. Er charakterisiert den Roman als "origin story", eine Geschichte also, die erzählt, wie der Held zu dem wurde, was er ist. Dass die Autorin den bekannten Stoff in entscheidenden Punkten variiert, ohne den harten Kern anzugreifen, erscheint ihm durchaus reizvoll. Ein Beispiel: Zorros Mutter, die zuvor nie eine Rolle spielte, ist nun eine Indianerin, die der Großgrundbesitzer Alejandro de la Vega bei einem Gefecht gefangen nimmt, um sich in sie zu verlieben und gegen alle gesellschaftlichen Widerstände zu heiraten. Haas findet den Roman durchaus spannend zu lesen, Allende treibe die Handlung schwungvoll voran bis zur "hübschen Schlusspointe", die dem Mythos noch einmal eine neue Wendung gebe.
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