Aus dem Italienischen von Nino Erné, Julia M. Kirchner, Burkhart Kroeber, Helene Moser, Oswalt von Nostitz, Heinz Riedt und Caesar Rymarowicz. Das Leben, die Liebe, die Erinnerung all das sind ernste Sachen. Doch Italo Calvino, der nicht nur in Italien als moderner Klassiker des 20. Jahrhunderts gilt, liebte gerade die Dinge, mit denen nicht zu spaßen ist. So ernst konnte nichts auf der Welt sein, dass er daran nicht seinen Witz und seine Intelligenz versuchte. Erstmalig liegen hier seine Sämtlichen Erzählungen, das Herzstück seines Werks, in einer deutschen Ausgabe vor: Ob in den Abenteuern einer Badenden, den Abenteuern eines Kurzsichtigen oder den Abenteuern eines Ehepaars, mit der ihm eigenen Fabulierkunst seziert Calvino alles, was eine kleine Affäre zu einer schwierigen Liebschaft macht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.12.2013
Anlass zur Schwärmerei bieten Italo Calvinos gesammelte Erzählungen aus den Jahren 1948 bis 1970, hier in einer noch vom Autor vorgenommenen Anordnung, für Rezensentin Maike Albath. An der Schwerelosigkeit und Eleganz, an der Märchenhaftigkeit und Erkenntnishaltigkeit der Texte berauscht sich die Rezensentin gern. Ob Calvino die Leiden eines kurzsichtigen Casanovas untersucht, Arbeiter- oder Presseschreiber-Milieus unter die Lupe nimmt oder den Widerstandskämpfern in die ligurischen Berge folgt, immer erkennt und bewundert die Rezensentin die Neugier des Autors, seinen speziellen Blick auf die facettenreiche Realität und seine klare, zeitlose Sprache. Das einige der Texte in diesem Band erstmals auf Deutsch vorliegen, ist für Albath ein kleines Fest.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2013
Puh, Markus Gasser macht es uns nicht leicht mit seiner Besprechung von Italo Calvinos sämtlichen Erzählungen. Langatmig berichtet er über die Rezeption Calvinos in seiner Heimat, über dessen Erfahrungen mit dem Faschismus, um schließlich auch ein paar Worte über den vorliegenden Band und Calvinos Kunst zu verlieren. Anarchisch unbeschwert, geprägt von der "leggerezza" sei diese Prosa, aber immer auch in Gefahr dem Kalauern zu verfallen oder den Leser irrezuführen. Bravourös hingegen findet Gasser das Stück "Die argentinische Ameise", eine Schauerkomödie, wie er schreibt, streng komponiert, aber handelnd eben von Riesenameisen und Ameisentötungsmaschinen am Strand.
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