Aus bekannt Altem wird faszinierend Neues - Susanne Janssens Interpretation von "Hänsel und Gretel".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2007
Susanne Janssens Illustrationen zu Grimms "Hänsel und Gretel" lassen keinen Platz für Niedlichkeiten, stellt Harald Eggebrecht mit grimmiger Genugtuung fest. Die Bebilderung folgt dem Märchen so dicht, dass sie die Sprache fast ersetzt. Dabei schaffen die Bilder eine beklemmende Stimmung, die der Düsternis der Geschichte vollauf gerecht wird, meint Eggebrecht. Darüber, wie geeignet diese Illustrationen für Kinder sind, schweigt sich Rezensent allerdings aus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007
Silja Rauchhaupt ist erst einmal überrascht. "Echte Kunst" in einem Kinderbuch, das finde man ja immer noch selten. Und Susanne Janssens Bebilderung des Märchens von Hänsel und Gretel sei ja nichts anderes als das. Gemaltes kombiniert Janssen mit fotografierten Elementen. Wunderbar und "surrealistisch", das alles, meint die Rezensentin, und in einer Ausstellung hätte das wunderbar funktioniert. Nicht so in dem Buch, wo die sehr eigensinnigen Bilder den Text überstrahlen und nach wenigen Seiten sich unaufhaltsam eine Bild-Text-Schere öffnet. Im Ansatz löblich, aber nicht ganz praktikabel, so Rauchhaupts Fazit.
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