Herausgegeben von Heinz Rölleke. Mit diesem Band wird das Projekt der Kritischen Ausgabe in Einzelbänden, der Briefwechsel der Brüder Grimm nach langer Vorarbeit eröffnet. Dass Heinz Rölleke, Wuppertal, der Herausgeber der Grimmschen Sagen sowie Kinder- und Hausmärchen, die Ausgabe mit dem grundlegenden Briefwechsel der Brüder miteinander (erstmals vollständig und mit Kommentar in einem gesonderten Band) eröffnet, ist als gutes Omen für das gesamte Vorhaben anzusehen. In rascher Folge werden sich die Editionen der Briefwechsel mit Karl Bartsch, Franz Pfeiffer und Gabriel Riedel, heraugegeben von G. Breuer, J. Jährling und Ulrich Schröter sowie mit Gustav Hugo, herausgegeben von S. Biala, anschließen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002
Der erste Band des "editorischen Großprojekts", in dessen Verlauf die gesamte Korrespondenz der Gebrüder Grimm zugänglich gemacht werden soll, präsentiert den Briefwechsel der Grimms untereinander, insgesamt 575 Stück aus sieben Jahrzehnten. Ralf Berhorst ist mehr als zufrieden mit der Leistung des Herausgebers Heinz Röllecke, er rühmt "das beträchtliche Verdienst einer vorzüglichen Edition", die ihrem Anspruch, gut lesbare und zitierbare Texte zu präsentieren, mehr als gerecht werde. Nur "winzige" Unregelmäßigkeiten bei Orthographie und Interpunktion schmälern Berhorsts Lektüregenuss der Korrespondenz der beiden Sprachtitanen mit ihren "hinreißenden Porträts" des brummelnden Goethe in Weimar oder des bleichen Brentano und ihren philologischen Diskursen, die als Gründungsdokumente der Germanistik gelten können.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2001
Hans-Albrecht Koch begrüßt freudig die Herausgabe des Briefwechsels der Brüder Grimm, und das nicht nur, weil die Korrespondenz nun zum "ersten Mal vollständig" vorliegt. Den Rezensenten begeistert besonders, dass hier nun auch bereits bekannte Briefe in ihrer authentischen Form zugänglich gemacht werden und sein Vergleichsbeispiel, wie ein Brief bisher publiziert war und wie er sich in der neuen Edition liest, macht den Unterschied augenfällig. Die Briefedition biete einen "veritablen Panoramablick" und mache "wichtige Zeugnisse zu allen Werken" der Brüder Grimm zugänglich, so der begeisterte Rezensent. Dass sich Rölleke der Briefe als Herausgeber angenommen hat, preist er als wahren "Glücksfall". Koch hebt außerdem lobend hervor, dass der Briefband sich nicht in editorischer Haarspalterei verliert, sondern "sinnvolle" Entscheidungen in Bezug auf Schreibweisen und Satzzeichen getroffen hat.
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