Aus dem Französischen von Uta Schmalzriedt, überarbeitet von Tobias ScheffelJacques Lusseyran, geboren 1924 in Paris, studierte nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Literatur an der Sorbonne und wurde später in den USA Universitätsprofessor für französische Literatur. Er kam 1971 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. acques Lusseyran erblindet im Alter von acht Jahren. Doch dem Jungen gelingt es, den Schicksalsschlag in eine innere Stärke zu verwandeln, die ihn befähigt, auf unvergleichliche Weise zu "sehen". So wird der charismatische Jugendliche Kopf einer Widerstandsgruppe gegen die Nationalsozialisten und überlebtdas KZ Buchenwald. Seine außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählt vom unzerstörbaren Glauben an das Leben; inspirierend, poetisch und zutiefst bewegend.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 01.10.2024
Rezensent Stephan Klemm versteht die Lebensgeschichte des blinden Jacques Lusseyran, der sogar Buchenwald überlebte, als Motivation. Der Optimismus des Autors verblüfft ihn ein ums andere Mal, ob Lusseyran von dem inneren Licht spricht, das er stets sieht, oder erzählt, wie er Anführer einer Widerstandsgruppe gegen die Deutschen Nationalsozialisten wurde. Die "fabelhaft" erzählte Geschichte, die 1960 zuerst erschien, handelt laut Klemm von "realen Wundern". Ein Tatsachenbericht von großer Kraft und ein Aufruf gegen die Unmenschlichkeit, verspricht Klemm.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.09.2024
Ein erschütterndes, Respekt gebietendes und gleichzeitig flüssig erzähltes Buch liegt laut Rezensent Leander Berger hier in einer Neuauflage vor - die Erstauflage erschien im Jahr 1960. Geschrieben hat es Jacques Lusseyran, der hier seine eigene Lebensgeschichte verfasst hat: mit acht Jahren erblindet, war der Autor später im Widerstand gegen die Naziherrschaft aktiv, wurde inhaftiert und überlebte Buchenwald. Eindrücklich wird geschildert, so Berger, wie Lusseyran die größte Zeitung der Resistance auf die Beine stellt und mithilfe seiner außergewöhnlichen Menschenkenntnis neue Anti-Hitler-Kämpfer rekrutiert. Über seine Blindheit schreibt der Autor in feierlichem Tonfall, insgesamt fügt sich sein Text zu einer unbedingten Bejahung des Lebens, lobt der Kritiker. Er freut sich abschließend über die Arbeit des Neuübersetzers Tobias Scheffel, dem es gelingt, die teilweise mythisch aufgeladene Sprache in ein gut lesbares, dem Inhalt angemessenes Deutsch zu übertragen.
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