Das Wörterbuch versammelt historische Berufsbezeichnungen in deutscher Sprache aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen und Regionen und stellt sie in den sprachlichen Zusammenhang mit Bedeutungen, sachkundlichen Hinweisen, Etymologien sowie Familiennamen. Damit ist es eine zentrale Quelle zur Kultur- und Sprachgeschichte und unverzichtbares Hilfsmittel für Historiker, Archivare, Kuratoren sowie Namen- und Familienforscher.
Jakob Ebners "Wörterbuch Historischer Berufsbezeichnungen" ist ein praktisches Utensil, wenn man sich schon immer einmal über den Ursprung alter Straßen- oder Familiennamen gewundert hat, so Matthias Heine. Pagenstecher waren Pferdemetzger, Blähmeister schmolzen Gestein, Fastbäcker durften nur Roggen- und Schwarzbrot backen, verrät der Rezensent vergnügt. Neben der Aufklärung etwaiger Missverständnisse liefern die vergessenen Berufsbezeichnungen aber auch Einblicke in das Wirtschafts- und Sozialgefüge einer vergangenen Zeit, erklärt Heine, der sich sogleich fragt, welche unserer gegenwärtigen Berufsbilder in hundert Jahre gänzlich unbekannt sein werden.
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