Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs. Tief im afrikanischen Regenwald wächst sie glücklich und geborgen auf. Doch eines Tages wird Sally Jones gefangen und nach Istanbul gebracht, wo eine reiche Witwe die Kleine bei sich aufnimmt. Die Dame hat ihr Talent erkannt und bringt ihr allerlei bei. Schon bald ist es für Sally Jones eine Kleinigkeit, Juwelen aus verschlossenen Schubladen selbst im obersten Stockwerk zu holen. Auf frischer Tat ertappt, wird sie im Zoo in einen Käfig gesperrt, aber es gelingt ihr zu fliehen. Sally Jones schmuggelt sich als blinder Passagier an Bord eines Schiffs. Ihre Weltreise führt sie über alle sieben Meere, nach Borneo, Singapur und New York. Zum Glück lernt sie dabei den Chief kennen und findet in ihm einen wahren Freund ?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2009
Hingerissen ist Angelika Overath von der Kindergeschichte des schwedischen Autors und Zeichners Jakob Wegelius um das Gorillamädchen Sally, das um 1900 aus dem Kongo verschleppt wird und auf ihrem Weg durch die Welt die verrücktesten Abenteuer erlebt. Aber auch seine ganzseitigen Illustrationen findet sie so berückend, dass Overath sie sich sogar eingerahmt an der Wand vorstellen könnte. Fesselnd und atmosphärisch dicht wird dieses Buch auch Kinder in den Bann ziehen, die sich sonst auf das Lesen von Comics beschränken, versichert die begeisterte Rezensentin.
Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel hält das Kinderbuch des schwedischen Autors Jakob Wegelius für eine sehr gelungene Mischung aus Bild und Text. Auf 112 Seiten zeigt der Autor die aufregende Weltreise des Gorillamädchens Sally Jones. Auf ihrem Weg in den Dschungel nach Borneo reist sie unter anderem durch Istanbul, Singapur und New York und erlebt viele lustige und aufregende Abenteuer. Von Anfang an sei Wegelius humorvoll, findet die Rezensentin, denn gleich auf den ersten Seiten schmuggelt sich Sally als Baby verkleidet in einem Kinderwagen auf einen Dampfer. Allein das optische Erscheinungsbild das Buches sei ein Hingucker, stellt Menzel ebenso interessiert fest: ein Hochformat in Überlänge und ein ovales Titelbild. Darüber hinaus sei das Buch durch seine intermedialen Verweise auf Film- und Literaturklassiker, unter anderem Anspielungen auf E. A. Poe oder Westernfilme, auch für Erwachsene ein Schmankerl, äußert sich Menzel sehr positiv. Dafür gibt es den Luchs von der Zeit-Jury.
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