Dallas, November 1963: Die Hintergründe des Attentats auf John F. Kennedy werden vertuscht. Ein junger Bulle kommt in Dallas an. Mit einem Überstellungsmandat und 6000 Dollar. Und gerät ins Epizentrum explodierender amerikanischer Träume. Eine Reise beginnt, die sich über fünf höllische Jahre erstreckt. Von Dallas nach Vegas. Wir schauen bei der Mafia und Howard Hughes vorbei. Machen beim Klan und bei J. Edgar Hoover mit. Gehen nach Vietnam und bringen weißes Puder heim. Planen Morde, während es 1968 wird ... James Ellroy nimmt die Geschichte auf, die er in Ein amerikanischer Thriller begann und treibt sie weiter durch eine wilde Zeit. Ikonen der Epoche mischen sich mit Bullen, Mördern, Gangstern und Provokateuren. Und leben gemeinsam den amerikanischen Albtraum aus.
"Kein Recht. Keine Moral. Nirgends." So geht es laut Rezensent Tobias Gohlis zu in James Ellroys Thrillern zur Geschichte der USA von 1958 bis 1968. Fasziniert ist Gohlis von der sezierenden Distanz, mit der Ellroy seine Figuren betrachtet: "als beuge sich ein Zoologe über einen Ameisenhaufen". Hauptsatz reiht sich an Hauptsatz. Dieser "lapidare pseudodokumentarische Bürokraten-Rap-Stil", löst bei dem begeisterten Gohlis schlichtweg eine "halluzinogene Stimmung" aus. Dabei ist permanente Wachheit durchaus gefordert, will man die Rätsel in Ellroys Welt der Gesetzlosigkeit lösen können, betont er. Für den Rezensenten kein Widerspruch.
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