Mit Illustrationen von Barbara Yelin. Aus dem Niederländischen von Marianne Holberg. Rotterdam, im Herbst 1944: Der neunzehnjährige Jan Bazuin erlebt Kriegsalltag und Hungerwinter. Täglich muss Brennmaterial und Essbares beschafft werden. Sein Vater droht, ihn von den Deutschen abholen zu lassen, wenn er nicht auszieht. Einziger Lichtblick ist die Freundin Annie. Doch Anfang Januar 1945 ändert sich alles. Jan wird zur Zwangsarbeit nach Bayern verschleppt... Das Tagebuch des jungen Niederländers Jan Bazuin überrascht durch seinen ungekünstelten, jugendlichen und selbst in größter Not optimistisch klingenden Ton. Die Aufzeichnungen enden am 22. April 1945, kurz nach Jans riskanter Flucht aus dem "Ausländerlager" in München-Neuaubing.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.03.2022
Rezensent Oliver Pfohlmann hält die Veröffentlichung des Tagebuchs des niederländischen Zwangsarbeiters Jan Bazuin für ein Glück. Unverstellt und eindringlich schildert der Autor laut Pfohlmann die Verschleppung durch die Nazis, den Hunger und die schwere Arbeit. Dass die Einträge für den Schreibenden psychologische Hilfe war, wird für den Rezensenten ebenso deutlich wie das perfide System der Zwangsarbeit. Barbara Yelins Zeichnungen scheinen Pfohlmann einfühlsam und den Text bereichernd.
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