Kurz nach Beginn der nationalsozialistischen "Endlösung" entstand im besetzten Prag ein jüdisches Museum. Unter Aufsicht einer SS- Dienststelle arbeiteten jüdische Wissenschaftler an Ausstellungen über Brauchtum und Geschichte der Juden. Was bezweckten Heydrich, Eichmann und ihre Untergebenen damit? Jan Björn Potthast analysiert die Zusammenhänge von "Gegnerforschung" und Vernichtung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2003
Eine absurde Fußnote der Geschichte ist das Jüdische Zentralmuseum in Prag nach Meinung der Rezensentin Sonja Zekri auf jeden Fall, denn es wurde von den Nazis mit Unterstützung von jüdischen Wissenschaftlern aufgebaut, während die jüdische Kultur außerhalb des Museums systematisch vernichtet wurde. Zwar ist diese Promotion nicht die erste Arbeit, die sich mit der Geschichte dieses absurden Ortes beschäftigt, bemerkt die Rezensentin, doch sie ist "wissenschaftlich fundiert" und bringt die Forschung zum Thema auf den aktuellen Stand. Dabei geht der Autor sowohl auf die Motive des Nazis als auch der Juden ein. Zudem sei das Buch "bemerkenswert flüssig geschrieben", wie Zekri erfreut bemerkt.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…