Ein Waldstück, das wir gut kennen, eine Wiese in der Marsch, ein kristallklarer Bergsee, ein Apfelbaum, an dem wir immer wieder vorbeilaufen. Natur berührt uns, ist Teil unseres Lebens und lässt uns heimisch fühlen. Unser Land besteht zu drei Vierteln aus Feldern, Wäldern, Wiesen, aus einer Vielfalt mehr oder weniger natürlicher Lebensräume zwischen Küste und Bergen. Je besser wir die Landschaften und ihre pflanzlichen und tierischen Bewohner kennen, je deutlicher wir uns unserer Verbindung zu ihnen bewusst werden, desto besser können wir sie auch schätzen und schützen. Der Biologe und preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft lenkt unseren Blick auf das unscheinbare Detail genauso wie auf das große Ganze der heimischen Natur und führt uns ihren Wert, ihre Schönheit und ihre Gefährdung vor Augen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 16.06.2021
Rezensent Johannes Kaiser lässt sich von Jan Haft die Augen öffnen für die Wunder der Natur. Wenn der Biologe von den Alpen bis zur Küste durch die deutschen Landschaften streift, dann erfreut sich der Rezensent nicht nur an der Rückkehr von Wolf, Lachs und Luchs, sondern wendet sich auch weniger lieblichen Artgenossen zu, der Gletscherbachzuckmücke etwa oder dem Engelsrotz. Dass Haft dabei keine Idylle zeichnet, sondern scharf Raubbau und verfehlte Landwirtschaftspolitik kritisiert, schmälert in den Augen des Rezensenten nicht das Vergnügen an diesem Band.
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