Der französische Journalist und Fernsehmann Jean-Paul Ollivier gilt allgemein als "das Gedächtnis der Tour de France". Er verfolgt und kommentiert aber nicht nur die Tour und die anderen französischen Rennen seit Jahrzehnten, sondern ist auch mit der gesamten Geschichte des Radsports bestens vertraut. Er kennt alle Legenden und Mythen, die sich um die großen Fahrer ranken, und ist vielen dieser Sportler auch persönlich begegnet. Im vorliegenden reich bebilderten Band reflektiert er die Geschichte des Radsports und seiner Protagonisten im Spiegel der bedeutendsten Trophäe, die dieser traditionsreiche Sport zu vergeben hat: das Gelbe Trikot des Führenden der Tour de France. Alle großen Fahrer haben von diesem Trikot geträumt, viele trugen es, wenn auch vielleicht nur für einen einzigen Tag.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2005
Angetan zeigt sich Rezensent Hannes Hintermeier von diesem Bildband über die Geschichte des Gelben Trikots, des Hemds, das den Führenden der Tour de France kennzeichnet. Wie er berichtet, beschrieb Eddy Merckx das Überstreifen das Trikots, das 1919 als Marketinginstrument eingeführt wurde, dann aber schnell zum Mythos avancierte, als ein "fast übersinnliches Erlebnis". Der Autor Jean-Paul Ollivier, Journalist und Tour-Historiker, rekonstruiere in vielen Fallgeschichten die Rennverläufe der großen Rennen. Seine Darstellung lobt Hintermeier als "kenntnisreich im Detail" und voller "Sympathie den Athleten gegenüber". Dabei würdige Ollivier nicht nur Komplettfahrer wie Hinault, Indurain, Anquetil, Fignon oder Coppi, die als Tour-Sieger ohnehin Geschichte schrieben, sondern porträtiere auch Rennfahrer, die nur kurz die Ehre hatten - wie etwa der unermüdliche Ausreißer Jens Voigt.
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