Christine Lemke-Matwey scheint auf ein Buch wie dieses schon lange gewartet zu haben. Denn Rosteck räumt ihrer Ansicht nach hier nicht nur mit dem auf Weill und Lenya ohnehin nicht zutreffenden Klischee „des Künstlers und seiner Muse“ auf. Der Autor gehe darüber hinaus in seiner schön erzählten und gut recherchierten Doppelbiografie auch in einer Art und Weise auf die Werke ein, die sowohl für Kenner als auch für Laien von Wert sei. Man erfährt hier nicht nur allerhand über das Leben der beiden Künstler, so die Rezensentin, sondern fühlt sich am Ende der Lektüre „tatsächlich klüger“, ohne dass sich das Gefühl einstellt, vom Autor fortwährend „belehrt“ worden zu sein. Besonders hebt sie an diesem Band hervor, dass deutlich werde, wie sehr sich Weill und Lenya auch hinter ihren Images versteckt haben, um „aus der neu gewonnenen Distanz heraus den anderen immer wieder zu entdecken“. Lediglich die für ihren Geschmack übertriebene „Insulaner-, Robinsonaden- und Schiffbruchsmetaphorik“ Rostecks kreidet sie ihm ein wenig an. Ihrem positiven Gesamteindruck von dieses Biografie tut dies jedoch keinen Abbruch.
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