In "Lavaters Maske" erzählt Jens Sparschuh die Geschichte eines Schriftstellers, der - auch für ihn selbst einigermaßen überraschend - an Lavater, den Freund-Feind Goethes und Begründer der Physiognomie gerät, bei seinen Recherchen über die Maskeraden des Lebens die aberwitzigsten Erfahrungen macht und dabei fast sein Gesicht verliert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
Fast scheint es Rainer Moritz leid zu tun, dass er Sparschuhs neuem Roman nicht ebenso viel abgewinnen kann wie seinem früheren Buch "Zimmerspringbrunnen". Moritz betont, dass er Sparschuh für einen klugen Autor hält und vermutet, dass es der Produktionsdruck gewesen sei, der ihn hier letztlich habe scheitern lassen. Zwar findet Moritz "Lavaters Maske" durchaus amüsant, Amusement reiche allerdings nicht aus. Ihn stört das Sammelsurium an "blinden Motiven, von flüchtig hingeworfenen Episoden und routiniert vorgetragenen Versatzstücken". Ausserdem beklagt Moritz an dieser Stelle die Mode zahlreicher Gegenwartsautoren, Romane über das Schreiben bzw. die Schwierigkeiten damit zu verfassen und vermutet, dass dies oftmals nur eine Ratlosigkeit kaschieren soll.
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