Aus dem Spanischen von Verena Kilchling. Aus einem katholischen Mädcheninternat in Berlin ist die 16-jährige Rebecca Lilienthal verschwunden. Die beiden Kommissare Otto Ritter und Lukas Kocay machen sich auf die Suche nach ihr. Es scheint, als sei Rebecca einem Kult in die Hände gefallen, der darauf spezialisiert ist, abenteuerlustige Mädchen und Frauen aus der Berliner Clubszene zu fangen, zu vergewaltigen und zu töten. Im Mittelpunkt dieser sinistren Aktivitäten steht ein Club namens "Das Loch" und dessen charismatischer Chef, der sich Laszlo Gupta nennt. Auf der Suche nach Rebecca stoßen die Polizisten auf immer mehr Hinweise auf eine "Raucherzone", einen geheimen Ort unvorstellbarer Orgien und Laster. Und hinter Gupta zeichnet sich eine noch viel dunklere Gestalt ab: der König, ein mysteriöses, angeblich grauenhaft anzusehendes Monster. Aber wer hat den König schon je gesehen? Der Tod ist allerdings nur der Anfang und kann der Selbstermächtigung von Frauen keinen Einhalt gebieten.
So einen Roman kann man nur unter Drogeneinfluss schreiben, vermutet Kritikerin Katharina Granzin, so voller Grauen ist dieses Buch von Jesús Canadas, das in Berlin-Neukölln spielt. Es gibt mehrere Erzähler, Granzin stellt uns nur den ersten vor, Lukas, ein Polizist, der in einer von Gewalt geprägten Familie großgeworden ist und ein Ketaminproblem hat. Nun, so erfahren wir, soll er einen Vermisstenfall aufklären, bei dem eine rätselhafte Spur ins okkult-obskure Nachtleben führt, von der er nicht weiß, ob sie nicht doch ketaminbedingt ist. Kiezroman mischt sich hier mit dem Unheimlichen, die Gewalt wird aber nicht sensationslüstig, befindet die Rezensentin, die in einigen Szenen auch den spanisch-katholischen Background des Autors wiedererkennt.
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